Als meine Kundalini erwachte

Die größte Herausforderung meines Lebens! Fluch und Segen auf dem spirituellen Weg!

Ein Erfahrungsbericht. 


Eins vorweg: Nein, wenn die Kundalini einmal erweckt wurde, ist man noch nicht gleich erleuchtet! ;-) Aber die Aktivierung dieses gigantischen Energiepotentials beschleunigt den Prozess zur Erleuchtung gewaltig.

Dennoch ist es ein Prozess und kein Fingerschnips und kann phasenweise sehr anstrengend und auch (vor allem wenn man nicht weiß was sich da abspielt) gefährlich werden. Ich schreibe diesen Bericht, weil ich denke, dass das Teilen dieser Erfahrung Menschen helfen könnte, die durch ähnliche Transformationsprozesse hindurchgehen. Dieser Bericht ist jedoch ganz individuell und persönlich und nicht mal vollständig. Nicht jeder, bei dem die Kundalini aktiv wird, erlebt dasselbe, obwohl sich viele Erfahrungen ähneln. 

Beginnen wir ganz am Anfang der bewussten Energieerfahrungen…

Als ich im Jahr 2010 am Ende einer Yogastunde in Shavasana lag, spürte ich erstmals ganz deutlich wie eine feine Energie durch meine 7 Hauptchakras pulsierte. Damals wusste ich kaum etwas über feinstoffliche Physiologie und Energie. In der Yogastunde wurde auch nichts darüber erzählt und so erstaunte mich diese sehr konkrete Wahrnehmung schon etwas. Ich wollte mehr Wissen und begann kurz darauf die Ausbildung zum Yogalehrer. In der Intensivphase der Ausbildung, als wir Kundalini Übungen praktizierten, hatte ich erneut ein sehr intensives Erlebnis. Es war im Oktober 2011. Wieder in Shavasana begann mein Becken zu beben. Es wurde von einer mysteriösen Kraft in meinem Körper stark auf und ab geschüttelt, ohne dass ich das bewusst hervorgerufen hätte. Ich weiß bis heute nicht, ob diese heftigen (!) Bewegungen rein energetisch waren, oder physisch sichtbar. Ich denke sie waren wirklich physisch (auch aufgrund späterer Erfahrungen). Die Energie, die sich in meinem Becken aufgebaut hatte, pulsierte meine Wirbelsäule hinauf bis zu meinem Herzchakra und verebbte dort. Seit diesem Erlebnis hatte ich oft das Gefühl von einem seichten Beben in der Beckengegend. Auch wenn ich gerade nicht Yoga praktizierte. Meine Meditationen wurden etwas tiefer und ich sah oft Farben und Formen in meinem dritten Auge. Bald musste ich meinen Bauchnabelpiercing entfernen, weil ich stark spürte wie dieser den aufsteigenden Energiefluss blockierte. Meine Yogapraxis wurde tiefer und tiefer. Ich übte jeden Tag Asanas und Pranayama und mein Körper entgiftete mehr und mehr. Diese Praxis entspannte und zentrierte mich ganze 2 Jahre lang, getragen durch die Yogalehrerausbildung, meine Lehrer und die Gruppe. Mir ging es auf allen Ebenen immer besser und besser. Nach den Yogastunden war ich oft selig und in einem leichten tranceartigen Zustand.

Nach zwei Jahren kontinuierlichem Sadhana veränderte sich die Wirkung der Übungen auf mein Körper-Geist-System enorm.

Sehr große Widerstände gegen die Sadhana bauten sich auf. Ich konnte keine Asanas mehr machen, zumindest nicht die Sivananda Reihe, die mir doch immer so gut tat. Was war los? Kein Lehrer, den ich um Rat fragte, konnte mir helfen.  

Heute weiß ich, dass ich kurz davor war den Vishnu-Granthi (blockierender Knoten) oberhalb meines Herzchakras zu durchbrechen und der Energie somit zu erlauben weiter aufzusteigen in der Chakra-Leiter… Ich hatte so viel Energie aufgebaut, dass sie weiter aufsteigen musste, aber ein Teil in mir war noch nicht bereit für die nächsten Stufen. Bis zu dieser Erkenntnis sollte es noch zwei weitere turbulente Jahre dauern. Doch da ich mir dessen zur damaligen Zeit nicht bewusst war, unterbrach ich die Yogapraxis nur kurz und begann dann physisch extrem intensiv zu praktizieren. Ich schleppte mein erschöpftes System zum Power Yoga und schrieb mich sogar für eine weitere Yogalehrerausbildung ein, damit ich auch gezwungen war zu praktizieren. Ich ging davon aus, dass meine inneren Widerstände geistiger Natur waren und ich nur stark genug gegenhalten müsste, um sie zu durchbrechen. Die intensiven yang-lastigen Übungen übersteuerten mein Energiesystem dann vollständig. All meine Chakras vibrierten unregelmäßig und so heftig, dass sie mich physisch komplett aus der Bahn warfen. Ich hatte gar keine Harmonie mehr in meinem System. Und wenn es nicht genug gewesen wäre, dass ich ständig diese störenden Energiesymptome hatte, spielte auch meine Wahrnehmung der Wirklichkeit plötzlich verrückt… Ich begann hin und wieder Energie physisch zu sehen; die Wahrnehmung der Zeit verzerrte sich; ich fühlte mich oft als ob ich mich gleichzeitig in zwei oder mehr Ebenen der Wirklichkeit befand. Ich war unglaublich müde und schlief oft mehr als 12 Stunden am Tag (gut, dass ich zu dieser Zeit keinen Vollzeitjob hatte…). Etwas in mir wurde auf eine höhere Schwingungsebene versetzt und musste sich neu einspielen. Dieses Einspielen zehrte an meinen Kräften. Mein Körper wurde dünner und dünner und schwächer und schwächer, obwohl ich aß. Zwischendurch hatte ich ernsthafte Bedenken, dass mein Körper sich auflösen könnte. Ich war nun gar nicht mehr in der Lage Asanas zu praktizieren (selbst wenn ich wollte), wurde dafür täglich in tiefe Meditation hineingezogen. Erinnerungen aus früheren Leben (oder Parallelleben) tauchten vor meinem inneren Auge auf. Ich bekam die Möglichkeit in sehr kurzer Zeit sehr viele Themen zu bereinigen. Mittlerweile stieg die Energie bis zum Kehlchakra in großer Intensität auf. An dieser Stelle blockierte etwas, das konnte ich deutlich spüren. Kleine Energieströme stiegen weiter auf bis in mein Gehirn, aber der größte Teil der Energie baute sich in der Kehle zu einem Energieball auf der dann verebbte. Zu dieser Zeit durchlebte ich einen anstrengenden Reinigungsprozess nach dem anderen. Nichts davon initiierte ich willentlich.

Die Prozesse liefen ab und ich konnte nichts anderes tun, als mich dem Prozess hingeben und zusehen.

Beten und Vertrauen in die göttliche Kraft halfen mir durchzuhalten. Als sich die Blockade in meinem Kehlchakra löste, stieg mit einem mal eine gigantische Menge Energie bis in mein Gehirn auf. Es fühlte sich wie Blitze an, die da durch meine Gehirnzellen zischten. Ich war nicht mehr in meinem Körper, blickte auf mich hinab. War ich gestorben? Tausende Erkenntnisprozesse spielten sich gleichzeitig ab. Zu viel. Kaum auszuhalten. Was geschieht hier? Ich bekam fürchterliche Angst. Etwas zog mich zurück in meinen Körper. Mein Gehirn konnte ich noch eine Weile physisch spüren, doch alles funktionierte noch. Ähnliche Erfahrungen hatte ich noch ein paar Mal. Auch durch die Nervenbahnen meiner Arme und Beine schoss diese Energie hindurch und sorgte für vorübergehende Lähmungserscheinungen und Taubheitsgefühle. Alles regenerierte sich wieder innerhalb weniger Minuten oder Stunden. Diese Symptome waren immer begleitet von intensiven Erkenntnisprozessen, die kaum auszuhalten waren für mich. Die Multidimensionalität unseres Daseins offenbarte sich mir in einer Weise auf die man nicht vorbereitet genug sein kann. Es war als würde mein Hirn platzen oder ich kurz davor sein verrückt zu werden. Doch nach und nach integrierte ich diese neue Wirklichkeit in mein Leben.

Ich wurde gezwungen mir viel neues Wissen anzueignen und... sehr sehr demütig!

Nach dieser langen und intensiven Phase der Kundalini Aktivierung ist nun, wieder Ruhe eingekehrt. Aufsteigende Energie nehme ich immer noch hin und wieder wahr, aber nun pulsiert alles auf harmonische Weise. Die Zugänge in andere Seinsebenen sind geblieben und ich habe gelernt sie bewusst für Heilzwecke zu nutzen und weiterhin unsere schöne physische Welt zu genießen. Die Reise geht weiter und es ist nur eine Frage der Zeit, bis die nächsten Erkenntnisse auf mich warten. 


KUNDALINI COACHING

Wenn die Urkraft in uns erwacht, kann es manchmal zu kleinen oder größeren Störungen in uns kommen. Viele Symptome des Kundalini-Prozesses können durch einfache Techniken und das Befolgen einiger Regeln abgemildert werden oder müssen gar nicht erst auftreten. Das Phänomen der Kundalini ist so alt wie die Menschheit selbst und beschreibt eigentlich die Energie, die unsere Entwicklung vorantreibt. Unter bestimmten Umständen kann eine große Menge dieses UNGLAUBLICHEN ENERGIEPOTENTIALS freigesetzt werden und, sofern der Körper nicht ausreichend darauf vorbereitet wurde, zu kleinen und großen Problemen führen, die auch als KUNDALINI SYNDROM bezeichnet werden und mittlerweile wissenschaftlich gut erforscht sind. Kundalini Coaching besteht einerseits aus AUFKLÄRENDEN GESPRÄCHEN, die dazu gedacht sind, die Symptomatik besser zu verstehen und einordnen zu können und andererseits aus CLEARINGS und speziellen Übungen, um die gigantische freigesetzte ENERGIE IN GESUNDE BAHNEN ZU LENKEN. Ebenso kann eine Anpassung der eigenen Lebensführung notwendig sein. 

Diese Beratung eignet sich für spirituell orientierte Menschen, die sich bewusst entwickeln wollen und Techniken erlernen wollen, mit denen sie ZU HEFTIGE KUNDALINI SYMPTOME ABMILDERN können, um die positiven Potentiale dieser Kraft in ihrem Leben zu integrieren.