Die 7 Hauptenergiezentren - Chakras

Unsere Energiezentren sind wie eine Landkarte des menschlichen Bewusstseins. Folgen wir dem Strom der Befreiung, zeigen sie uns den Weg in die grenzenlose Freiheit des Einheitsbewusstsein. Folgen wir dem Strom der Manifestation, kann es uns gelingen die Inspiration, die wir im göttlichen Bewusstsein erfahren, in die materielle Welt zu integrieren. Lese hier mehr über die Gesetze der Befreiung, der Manifestation und wie das Ganze mit unseren Chakren zusammenhängt. 


Ein Überblick über die Hauptenergiezentren des Menschen

Chakra: Wortbedeutung: Rad, Wirbel, Strudel, Energiezentrum, Bewusstseinszentrum, psychisches Zentrum, Energiewirbel, Potential bestimmter Fähigkeiten, Verbindungsschalter zwischen Materie und Bewusstsein.

7 Hauptchakras von untern nach oben: 

1. Wurzelchakra - Muladhara

2. Sakralchakra - Swaddhisthana

3. Solarplexuschakra - Manipura

4. Herzchakra - Anahata

5. Kehlchakra - Vishuddha

6. Stirnchakra - Ajna

7. Kronenchakra - Sahasrara

Die drei Hauptnadis (Energiekanäle): 

Ida: steuert die linke Körperseite und die rechte Gehirnhälfte, dieses Nadi führt weibliche yin Energie, kühlt und besänftigt

Pingala: steuert die rechte Körperseite und die linke Gehirnhälfte, dieses Nadi führt männliche yang Energie, erhitzt und vitalisiert

Ida und Pingala kreuzen sich in jedem Chakra. 

Sushumna: Zentraler Energiekanal verläuft durch die Mittelachse des Körpers. Sushumna Nadi führt die Energie der Erleuchtung, Erkenntnis und absoluter Harmonie. Sushumna Nadi öffnet sich, wenn der Energiefluss in Ida und Pingala ausgeglichen ist. 


Bewusstsein und Manifestation (Shiva und Shakti)

Das System der Chakras beschreibt ein stufenweises Spektrum zwischen Materie und Bewusstsein. Die unteren Chakras sind die dichtesten – sie interagieren mit der physischen Welt, dem physischen Körper und Ebenen, die sehr stark mit verschiedenen Zuständen von Materie in Zusammenhang stehen. Die Zustände verlieren an Dichte, je höher man die Chakra-Leiter hinaufsteigt. Wasser besitzt eine geringere Dichte als Erde und Luft eine geringere Dichte als Wasser.

Die höheren Chakras besitzen die geringste Dichte und transzendieren die Beschränkungen der unteren Chakras. Die höheren Chakras kann man als symbolische Ebenen verstehen. Das 5. Chakra arbeitet mit Sprache als Symbol für die Dinge, das 6. Chakra arbeitet mit Bildern als Symbol. Wenn man die Chakra-Leiter von oben herab betrachtet, nimmt die Dichte und die Greifbarkeit zu. Reines Bewusstsein ist theoretisch weniger dicht und weniger spezifisch als visuelles Denken voller spezifischer Bilder. Sprache, die Ebene darunter, ist spezifischer und greifbarer als visuelle Bilder. Dieses stufenweise Spektrum beschreibt zwei Energieströme, die den Körper durchströmen und die sieben Hauptchakras miteinander verbinden – der aufsteigende Strom der Erkenntnis und der absteigende Strom der Manifestation.

Der Strom der Erkenntnis (Shakti-Energie fließt durch Ida Nadi nach oben)

Der aufsteigende Strom wird oft von spirituellen Traditionen betont, da dieser uns zur Befreiung führen kann. Es ist der Weg auf dem die aufsteigende Energie mehr und mehr Freiheitsgrade erlangt. Im Hinblick auf das Bewusstsein, ist es der Weg auf dem wir uns von den Beschränkungen der physischen Welt befreien und eine breitere Sichtweise auf einer symbolischeren Ebene erlangen. Jeder Schritt auf dem Weg der Erkenntnis ist ein Umsortieren von Materie und Bewusstsein hinzu effizienteren höher-energetischen Kombinationen. Da dieser Strom unten beginnt, wird er gespeist von der Energie der unteren Chakras – unseren Wurzeln, unserem Mut und unseren Wünschen.

Der Strom der Manifestation (Shiva-Energie fließt durch Pingala Nadi nach unten)

Oft vernachlässigt, aber ebenfalls von großer Wichtigkeit ist der herabfließende Strom. Dieser ist der Strom der Manifestation, wobei Gedanken dichter werden durch Vorstellung, Verbalisierung und Handlung, bis sie sich in der physikalischen Welt manifestieren. Jeder Schritt abwärts ist ein Schritt hin zu Begrenztheit, eine Einschränkung der Freiheitsgrade. Jeder Schritt herab ist eine Handlung des Bewusstseins in Form einer Entscheidung – ein Akt der Schöpfung. Durch diese Beschränkung kann unser vages Bewusstsein spezifisch werden; wir können unsere physischen Bedürfnisse befriedigen und finden Ruhe. Um manifestieren zu können, müssen wir begrenzen. Im allgemeinen Sprachgebrauch spricht man auch von „Erdung“. Dieser Strom entspringt im Bewusstsein, im abstrakten grenzenlosen Reich der oberen Chakras. 

Zusammenführung beider Ströme

Die Hauptchakras entstehen aus dem Zusammenspiel dieser beiden Ströme – Sie werden durch den Fluss der entgegengesetzten Ströme angedreht. Jedes Chakra hat ein bestimmtes Verhältnis dieser beiden Energiequalitäten. Die unteren Chakras besitzen mehr Energie des Stroms der Manifestation, die oberen Chakras werden stärker vom Strom der Erkenntnis beeinflusst. Diese Polarität ist essentiell für das Verständnis des Chakra-Systems. (Durch Yogapratiken wie z.B. Anuloma Viloma können die Ströme in ein harmonisches Gleichgewicht gebracht werden. Solange die Energien durch Ida und Pingala fließen ist man in der Welt aktiv und hat Gedanken. Vereinen sich die Ströme in Sushuma, wird der Geist still und Gedanken verschwinden.

Shiva und Shakti

In der östlichen Mythologie werden diese beiden entgegengesetzten Kräfte durch Shiva und Shakti symbolisiert. Das männliche Prinzip Shiva repräsentiert das unmanifestierte Bewusstsein. Shiva verkörpert Glückseeligekeit und wird als formloses Wesen in tiefer Meditation dargestellt. Shiva ist das inaktive göttliche Potential. Dieses Potential ist gleichzusetzen mit reinem Bewusstsein, dass getrennt ist von der Manifestation. Shiva wird auch als „der Zerstörer“ angesehen, da er Bewusstsein ohne Form ist – oft wird die Form zerstört, um das Bewusstsein zu offenbaren. Es heisst Shiva habe seinen Sitz im Kronenchakra.

Shakti, das weibliche Gegenstück zu diesem inaktiven Bewusstsein, ist der Lebensspender. Sie ist die gesamte Schöpfung und Mutter des Universums. Shakti, in ihrer Kreation der Welt, ist die Erfinderin von Maya. Maya ist die Illusion, aber im Sanskrit bedeutet es auch Magie, Kunst, Weisheit und außergewöhnliche Kraft. Maya ist die Substanz des manifestierten Universums, die Gebieterin der göttlichen Schöpfung. Maya ist die Projektion des Bewusstseins, aber nicht das Bewusstsein selbst. Es heisst, wenn das Karma reif wird, erwacht in Shakti der Wunsch zur Schöpfung und sie umhüllt sich selbst mit ihrer eigenen Maya.

Das Wort shak bedeutet „Kraft haben“ oder „fähig sein“. Es geschieht durch die Vereinigung mit Shakti, dass das Bewusstsein von Shiva herabsteigen kann, um sich im Universum (Shakti) als göttliches Bewusstsein auszudrücken.

Es heißt wenn Kundalini Shakti aufsteigt vereinen sich Shiva und Shakti in Sahasrasa, um dann gemeinsam wieder herabzusteigen. Ein Mensch der dieses Phänomen, dass im allgemeinen Sprachgebrauch auch als Erleuchtung bezeichnet wird, erfährt, durchlebt eine Zeit in der sich das Ich auflöst und der Beobachtende und das Beobachtete eins werden (Vereinigung von Shiva und Shakti in Sahasrara). Dieser Zustand wird in der Regel nicht ewig andauern. Was dann passiert ist eine Rückkehr in die Dualität mit der Erfahrung der Einheit. Das Bewusstsein dieses Menschen ist nachhaltig verändert und er wird nach yogischer Terminologie ein Jivanmukta, ein befreiter Weiser.

Was wollen wir erreichen, wenn wir mit den Chakras arbeiten?

Reinigung und Balance in allen Chakras führt zu optimaler Gesundheit auf allen Ebenen. Spirituelle Gesundheit ist hier mit einbegriffen. Das heißt es geht nicht allein darum frei von herkömmlichen Krankheiten zu sein, sondern darum alle Prozesse des menschlichen Seins in ein harmonisches Gleichgewicht zu bringen. Ist das Gleichgewicht vollendet erfährt das Individuum den Zustand der Erleuchtung. Beginnt man auf dieses letzte Ziel hinzuarbeiten, wird der Praktizierende feststellen, dass sich sein Wohlbefinden immer weiter verbessert, je mehr die Chakras in Balance gebracht werden.

Wie kann man mit den Chakras arbeiten?

Hier findest du einige methodische Beispiele wie du mit den Chakras arbeiten kannst: 


Physikalische Aktivierung: 

Asanas, Yoga-Flows (Surya Namaskar), Massagen, Muskelkontraktion


Konzentration auf ein Chakra richten: 

Ein feinstoffliches Gesetzt besagt, dass dort wo wir unsere Aufmerksamkeit hinrichten, die Energie hinfließt. Wir können uns auf das Chakra selbst konzentrieren, oder auf einen Triggerpunkt (Kshetram).


Energiearbeit:

Kundalini Yoga, Kriya Yoga, Mantras, Reiki, Edelsteine, …


Psychologische Arbeit: 

Durch das Auseinandersetzen und Arbeiten mit den eigenen Lebensthemen, (z.B. durch NLP, Systemische Aufstellungsarbeit, Vergebungsarbeit, etc.), können Energieblockaden gelöst werden, die sich wiederum positiv auf die Balance des korrespondierenden Chakras auswirken.