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Autobiografie einer Yogini: Kundalini Erweckung und spirituelles Erwachen


Da mir dieses Thema gerade wieder überall begegnet, möchte ich heute einen Artikel mit euch teilen, den ich schon 2017 geschrieben habe. Beim Wiederlesen habe ich gemerkt, wie präsent das alles noch ist und wie diese Zeit mich auf das Wirken hier im SoulPath'Blessing LiCHTZENTRUM vorbereitet hat. 

Gleichzeitig ist das hier der Startschuss für eine Reihe, die ich „Autobiographie einer Yogini“ nennen möchte. Ich spüre schon länger, dass da etwas in mir nach außen will, dass es an der Zeit ist, mehr von meinem Weg zu teilen. Lange habe ich mich damit sehr zurückgehalten, teilweise aus der Befürchtung heraus, dass es falsch aufgenommen werden könnte oder so wirkt, als würde ich prahlen. Menschen projizieren schnell vieles hinein, wenn jemand Erfahrungen teilt, die außerhalb der Norm liegen.

Doch die Zeiten ändern sich, und ich spüre immer deutlicher, wie meine Seele sich ausdrücken möchte, ohne dass ich noch nach dem „Warum“ frage. Ich gebe mich diesem Ruf hin. Da sind keine Gedanken, Vorstellungen oder Wünsche mehr, die sich dieser Arbeit in den Weg stellen wollen.

Denn in den letzten 20 Jahren ist viel passiert. Vieles habe ich gelernt, so manches hat viel von mir gefordert. Es gab tiefe Erkenntnisse, aber auch Verwirrung, Zweifel und Umwege. Phasen, in denen ich nicht sehen konnte, wie es weitergeht… Phasen, in denen ich dachte, mein Körper schafft das nicht mehr… Phasen, in denen ich mich so tief hingeben musste, dass ich selbst die Anhaftung an das physische Leben loslassen durfte… Es gab viel Segen, Einblicke in die Schöpfung und noch mehr Tests... 

Ich habe das Gefühl, dass es jetzt dran ist, all das sichtbar zu machen. Ich folge diesem Ruf. Vielleicht können meine Erfahrungen den einen oder anderen auf seinem eigenen Weg ein Stück begleiten, bestärken oder inspirieren...

 

Hier findet ihr einen Artikel, den ich 2017 nach einer intensiven Reise um diese Erde und unzähligen inneren Reisen verfasst habe…

Es geht um die Aktivierung einer zutiefst kraftvollen Energie in uns, die im Yoga als Kundalini Shakti bezeichnet wird. Diese Kraft kann durch spirituelle Praxis erweckt werden. Manchmal geschieht es aber auch ganz von selbst. Wenn sie aktiviert ist, beginnt sie sich vom unteren Ende der Wirbelsäule aus Stück für Stück nach oben zu bewegen. Erreicht sie das Gehirn, kann sich die Wahrnehmung stark erweitern.

Die vollständige Aktivierung wird oft mit dem Zustand der Erleuchtung gleichgesetzt. Doch Erleuchtung ist kein Fingerschnipsen, sondern ein Prozess und der Kundalini-Prozess kann intensiv sein, herausfordernd und manchmal auch überfordernd. Sowohl auf mentaler als auch auf körperlicher Ebene. Gleichzeitig liegt hinter all diesen Herausforderungen eine tiefere Führung, die den Prozess trägt und die schützende Hand über die Seele hält, die diesen Weg gewählt hat. Es geht darum, der eigenen Seele zu vertrauen und das Ego zu sublimieren.



Kundalini Erweckung


Eins vorweg: Nein, wenn die Kundalini einmal erweckt wurde, ist man nicht automatisch erleuchtet! ;-) Doch die Aktivierung dieses gewaltigen Energiepotenzials kann den Weg zur Erleuchtung erheblich beschleunigen. Dennoch bleibt es ein Prozess, kein Fingerschnipsen, und er kann phasenweise sehr anstrengend sein und, insbesondere wenn man nicht versteht, was geschieht, auch beängstigend oder sogar gefährlich wirken.

Ich schreibe diesen Bericht, weil ich glaube, dass das Teilen meiner Erfahrungen Menschen helfen kann, die sich in ähnlichen Transformationsprozessen befinden. Dabei ist mir wichtig zu betonen: Dieser Bericht ist sehr individuell, persönlich und zudem nicht vollständig. Nicht jeder Mensch erlebt bei einer Kundalini-Aktivierung dasselbe, auch wenn sich manche Erfahrungen ähneln.

Beginnen wir ganz am Anfang…

Als ich im Jahr 2010 am Ende einer Yogastunde in Shavasana lag, spürte ich zum ersten Mal deutlich, wie eine feine Energie durch meine sieben Hauptchakras pulsierte. Damals wusste ich kaum etwas über feinstoffliche Physiologie oder energetische Prozesse. Auch in der Yogastunde wurde nichts darüber erklärt, weshalb mich diese sehr konkrete Wahrnehmung durchaus erstaunte. Mein Wunsch, mehr darüber zu erfahren, führte mich kurz darauf in eine Yogalehrerausbildung.

Während der Intensivphase dieser Ausbildung, als wir Kundalini-Übungen praktizierten, hatte ich erneut ein sehr intensives Erlebnis. Es war im Oktober 2011. Wieder lag ich in Shavasana, als mein Becken plötzlich zu beben begann. Eine mysteriöse Kraft schüttelte meinen Körper stark auf und ab, ohne dass ich dies bewusst ausgelöst hätte. Bis heute weiß ich nicht sicher, ob diese heftigen Bewegungen rein energetisch oder auch physisch sichtbar waren. Ich vermute Letzteres, auch aufgrund späterer Erfahrungen.

Die Energie, die sich in meinem Becken aufgebaut hatte, pulsierte entlang meiner Wirbelsäule bis hinauf zum Herzchakra und ebbte dort ab. Nach diesem Erlebnis verspürte ich häufig ein leichtes, anhaltendes Beben im Beckenbereich auch außerhalb der Yogapraxis. Meine Meditationen wurden tiefer, und ich nahm oft Farben und Formen im Bereich des dritten Auges wahr. Schließlich entfernte ich meinen Bauchnabelpiercing, da ich deutlich spürte, dass er den Energiefluss blockierte.

Meine Yogapraxis vertiefte sich zunehmend. Täglich übte ich Asanas und Pranayama, und mein Körper begann, sich immer stärker zu reinigen. Über zwei Jahre hinweg wirkte diese Praxis äußerst harmonisierend und zentrierend auf mich, unterstützt durch die Ausbildung, meine Lehrer und die Gruppe. Mein Wohlbefinden verbesserte sich auf allen Ebenen, und nach den Yogastunden fühlte ich mich oft selig, fast wie in einem leichten Trancezustand.

Nach etwa zwei Jahren kontinuierlicher Sadhana veränderte sich jedoch die Wirkung der Übungen auf mein Körper-Geist-System drastisch. Es entstanden starke innere Widerstände gegenüber der Praxis. Ich konnte keine Asanas mehr ausführen, zumindest nicht mehr die Sivananda-Reihe, die mir zuvor so gutgetan hatte. Ich fragte mich: Was ist los? Doch kein Lehrer konnte mir eine hilfreiche Antwort geben.

Heute weiß ich, dass ich kurz davorstand, den Vishnu-Granthi, einen blockierenden Knoten oberhalb des Herzchakras, zu durchbrechen und der Energie damit den weiteren Aufstieg zu ermöglichen. Ich hatte so viel Energie aufgebaut, dass sie weiterfließen musste, doch ein Teil von mir war noch nicht bereit für die nächsten Schritte. Bis zu dieser Erkenntnis sollten jedoch noch zwei turbulente Jahre vergehen.

Da mir diese Zusammenhänge damals nicht bewusst waren, unterbrach ich meine Praxis nur kurz und begann dann, körperlich noch intensiver zu üben. Ich zwang mein erschöpftes System in Power-Yoga-Stunden und meldete mich sogar für eine weitere Yogalehrerausbildung an, um mich selbst zur Praxis zu verpflichten. Ich ging davon aus, dass meine Widerstände rein mental seien und ich sie mit genügend Willenskraft überwinden könnte.

Doch die stark yang-orientierten Übungen überforderten mein Energiesystem vollständig. Meine Chakras begannen unregelmäßig und so intensiv zu vibrieren, dass ich körperlich völlig aus dem Gleichgewicht geriet. Jegliche Harmonie schien verloren. Zusätzlich veränderte sich meine Wahrnehmung der Realität: Ich begann, Energie zeitweise physisch zu sehen; mein Zeitempfinden verzerrte sich; und ich hatte das Gefühl, mich gleichzeitig auf mehreren Realitätsebenen zu befinden.

Ich war ständig erschöpft und schlief oft mehr als zwölf Stunden täglich... zum Glück hatte ich damals keinen Vollzeitjob. Etwas in mir wurde auf eine höhere Schwingungsebene angehoben und musste sich neu ordnen. Dieser Anpassungsprozess kostete mich enorme Kraft. Mein Körper wurde immer dünner und schwächer, obwohl ich ausreichend aß. Zeitweise hatte ich ernsthafte Angst, mein Körper könnte sich auflösen.

Schließlich war ich nicht mehr in der Lage, Asanas zu praktizieren. Stattdessen wurde ich täglich in tiefe meditative Zustände hineingezogen. Erinnerungen an frühere Leben tauchten auf, und ich durchlief in kurzer Zeit intensive innere Reinigungsprozesse. Die Energie stieg nun bis zum Kehlchakra auf, wo ich deutlich eine Blockade spürte. Ein Teil der Energie gelangte zwar bis ins Gehirn, doch der Großteil sammelte sich in der Kehle und ebbte dort wieder ab.

Ich durchlief einen Reinigungsprozess nach dem anderen, ohne bewusste Steuerung. Ich konnte nichts tun außer loslassen, beobachten und vertrauen. Gebet und Hingabe an eine höhere Kraft halfen mir, diese Phase zu überstehen.

Als sich die Blockade im Kehlchakra schließlich löste, schoss plötzlich eine enorme Energiemenge bis in mein Gehirn. Es fühlte sich an wie Blitze, die durch meine Nervenzellen zuckten. Ich hatte das Gefühl, meinen Körper zu verlassen und von außen auf mich herabzublicken. War ich gestorben? Gleichzeitig liefen unzählige Erkenntnisprozesse ab, überwältigend und kaum auszuhalten.

Angst überkam mich, und schließlich wurde ich wieder in meinen Körper „zurückgezogen“. Mein Gehirn konnte ich noch eine Weile intensiv spüren, doch alle Funktionen blieben intakt. Ähnliche Erfahrungen wiederholten sich einige Male. Die Energie durchströmte auch meine Arme und Beine und führte vorübergehend zu Taubheit und Lähmungserscheinungen, die sich jedoch stets nach kurzer Zeit zurückbildeten.

Diese Zustände waren stets von intensiven Erkenntnissen begleitet, die mein Bewusstsein an seine Grenzen brachten. Die Multidimensionalität unseres Seins offenbarte sich mir auf eine Weise, auf die man kaum vorbereitet sein kann. Es fühlte sich an, als würde mein Geist zerbrechen oder ich den Verstand verlieren. Doch nach und nach lernte ich, diese Erfahrungen zu integrieren. Ich eignete mir viel neues Wissen an und entwickelte eine tiefe Demut.

Nach dieser langen und intensiven Phase der Kundalini-Aktivierung ist inzwischen wieder Ruhe eingekehrt. Die aufsteigende Energie nehme ich zwar weiterhin gelegentlich wahr, doch sie pulsiert nun harmonisch. Die Zugänge zu anderen Seinsebenen sind geblieben, und ich habe gelernt, sie bewusst auch zu Heilzwecken zu nutzen, während ich gleichzeitig das Leben in unserer physischen Welt genieße.

 

Die Reise geht weiter und es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis sich neue Erkenntnisse zeigen.


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Kommentare: 2
  • #1

    Shivani (Donnerstag, 30 April 2026 20:27)

    Lieben Dank, dass du deine Erfahrungen mit uns teilst. Es ist spannend etwas mehr über deinen Weg zu erfahren :)

  • #2

    Maiīke (Donnerstag, 30 April 2026 23:11)

    Von Herzen gerne, wenn es dienlich ist ��☀️